Naturheilkunde

Hijama / Schröpfen in Hamburg-Jenfeld

Traditionelle Heilmethode in ärztlicher Hand – trockenes und blutiges Schröpfen zur Linderung von Schmerzen, Verspannungen und zur allgemeinen Stärkung. Durchgeführt in unserer Hausarztpraxis mit sterilen Einmalmaterialien.

✓ Ärztlich durchgeführt ✓ Steril & sicher ✓ Einzeltermin & Kur ✓ Individuelle Beratung

Was ist Hijama (Schröpfen)?

Hijama (arabisch für „Schröpfen“) ist eine der ältesten bekannten Heilmethoden der Menschheit. Beim Schröpfen werden Glas- oder Kunststoffgefäße („Schröpfköpfe“) mit Unterdruck auf bestimmte Punkte des Körpers gesetzt. Der so entstehende Sog regt die lokale Durchblutung an, löst Verspannungen, aktiviert das Bindegewebe und kann reflektorisch innere Organe beeinflussen.

Hijama ist fester Bestandteil der traditionellen islamischen Medizin (Tibb Nabawi), findet sich aber auch in der traditionellen chinesischen Medizin (TCM), im europäischen Naturheilverfahren und in der modernen Sport- und Manualmedizin. Wir führen Hijama in unserer Praxis in Hamburg-Jenfeld ärztlich und nach hygienischen Standards durch.

Trockenes und blutiges Schröpfen – was ist der Unterschied?

Trockenes Schröpfen

Die Schröpfköpfe werden ohne Einschnitt auf die Haut gesetzt. Durch den Unterdruck wird Gewebe und Blut in die Glocke gezogen – die Haut kann sich lokal röten oder blaue Flecken bilden. Ziel ist vor allem die Muskelentspannung und Durchblutungsförderung.

  • Wenig invasiv
  • Gut bei Verspannungen
  • Mehrmals wiederholbar

Blutiges Schröpfen (Hijama)

Vor dem Setzen der Schröpfköpfe werden mit einer sterilen Einmallanzette feine, oberflächliche Einritzungen vorgenommen. Durch den Unterdruck tritt eine kleine Menge Blut und Gewebsflüssigkeit aus. Nach islamisch-traditioneller Auffassung werden so „Stauungen“ gelöst.

  • Klassische Hijama
  • Mit sterilen Einmalmaterialien
  • Nur nach ärztlicher Indikation

Bei welchen Beschwerden kann Hijama helfen?

Patientinnen und Patienten suchen uns häufig bei folgenden Beschwerden auf:

  • Rücken-, Nacken- und Schulterschmerzen, muskuläre Verspannungen
  • Chronische Spannungskopfschmerzen und Migräne
  • Ischias-Beschwerden und Reizungen im Bereich der Wirbelsäule
  • Allgemeine Erschöpfung, Müdigkeit, Energiemangel
  • Schlafstörungen, innere Unruhe
  • Unterstützend bei Rheuma und Gelenkbeschwerden
  • Zur allgemeinen Stärkung und im Sinne der Tradition des Tibb Nabawi
Wichtig: Hijama ersetzt keine schulmedizinische Diagnostik und Therapie. Bei anhaltenden Beschwerden klären wir zunächst die Ursache ab und empfehlen Hijama dann gezielt als ergänzende Behandlung.

Ablauf einer Hijama-Behandlung in unserer Praxis

  1. Ärztliches Vorgespräch

    Wir besprechen Ihre Beschwerden, Vorerkrankungen und Medikamente und klären, ob Hijama für Sie geeignet ist.

  2. Auswahl der Schröpfpunkte

    Je nach Beschwerdebild bestimmen wir die geeigneten Punkte – klassisch häufig Nacken, Schulterpartie und oberer Rücken.

  3. Hautdesinfektion & Vorbereitung

    Die entsprechenden Hautareale werden gründlich desinfiziert. Alle Materialien sind steril und Einmalprodukte.

  4. Durchführung

    Setzen der Schröpfköpfe mit Unterdruck – beim blutigen Schröpfen zusätzlich oberflächliche Einritzungen mit sterilen Einmallanzetten. Die Behandlung dauert in der Regel 20–40 Minuten.

  5. Nachsorge & Ruhepause

    Reinigung, sterile Wundversorgung und kurze Erholungsphase. Sie erhalten Hinweise zum Verhalten in den Stunden nach der Behandlung.

Wann Hijama nicht geeignet ist

Kontraindikationen. Hijama ist nicht geeignet bei schwerer Blutgerinnungsstörung, Einnahme bestimmter blutverdünnender Medikamente, akuten Infektionen im Behandlungsbereich, Schwangerschaft im Bauchbereich sowie bei bestimmten chronischen Erkrankungen. Wir prüfen das im Vorgespräch individuell.

Kosten & Terminvergabe

Hijama ist eine individuelle Gesundheitsleistung (IGeL) und wird nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Die Kosten richten sich nach dem Umfang der Behandlung (Anzahl der Schröpfköpfe, trocken oder blutig, Dauer) und werden transparent vor Beginn mit Ihnen besprochen.

Häufige Fragen zu Hijama / Schröpfen

Tut Hijama weh?
Das Setzen der Schröpfköpfe wird meist nur als leichtes Ziehen empfunden. Beim blutigen Schröpfen sind die Einritzungen sehr oberflächlich und verursachen in der Regel nur einen kurzen, minimalen Schmerz – vergleichbar mit einer Blutentnahme.
Wie viele Sitzungen sind sinnvoll?
Das hängt stark von der Indikation ab. Bei akuten Verspannungen kann eine einzelne Sitzung genügen. Bei chronischen Beschwerden empfehlen wir häufig eine Kur von 3–5 Sitzungen im Abstand von mehreren Wochen. Wir stimmen den Plan individuell mit Ihnen ab.
Hinterlässt Hijama sichtbare Spuren?
Ja, im behandelten Bereich können kreisrunde, dunkle Flecken entstehen – ähnlich blauen Flecken. Diese sind unbedenklich und verschwinden in der Regel innerhalb von 5 bis 14 Tagen vollständig.
Kann Hijama auch Frauen durchgeführt werden?
Selbstverständlich. Auf Wunsch führt unsere Ärztin die Behandlung bei Frauen durch. Sprechen Sie uns einfach bei der Terminvergabe an.
Darf ich vor und nach der Behandlung normal essen?
Wir empfehlen, 2–3 Stunden vor der Behandlung keine schwere Mahlzeit zu sich zu nehmen und ausreichend Wasser zu trinken. Nach der Behandlung sollten Sie sich Ruhe gönnen, auf Alkohol und intensiven Sport für etwa 24 Stunden verzichten.
Übernimmt die Krankenkasse die Kosten?
In der Regel nicht – Hijama zählt zu den individuellen Gesundheitsleistungen (IGeL). Einzelne private Krankenversicherungen und Zusatzversicherungen erstatten naturheilkundliche Leistungen. Bitte klären Sie dies vorab direkt mit Ihrer Versicherung.

Termin für Hijama vereinbaren

Wir nehmen uns Zeit für ein ausführliches Vorgespräch und planen die Behandlung individuell mit Ihnen. Rufen Sie uns an oder buchen Sie online Ihren Termin in Hamburg-Jenfeld.

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